Pipend schlossen sich die Zugtüren. Atemlos drehte Melanie sich um.
Starrte durch die dreckige Scheibe der Zugtüren auf den Bahnsteig.
Ihr Herz raste. Der Puls hämmerte in ihren Ohren. Und ihr Mund wr trocken.
Als hätte sie einen hundertmetersprint hinter sich. Nicht nur ein paar Meter Bahnsteig.
Hatte irgendjemand beobachtet, wie der Rucksack von ihren Schulternglittˋ?
Würde der Zug losfahren dürfen, trotz des Gepäckstücks auf dem Bahnsteig.
Noc hatte er sich nicht geleert. Noch standen die Ankommenden in einer dichten Traube vor der Treppe.
Der Zug rucktelt.
Dann setzte er sich in Bewegung.
Der Rucksack glitt aus Melanies Blickfeld.
Erleichtert atmete sie auf.
Die vertrauten Häuser der Stadt glitten an ihr vorbei. Würde sie Heimweh bekommen?
Ubi bene ibi patria. Wo es gut ist, ist das Heimatland.
War es hier jemals gut gewesen?
'Das ist nur, weil Du keinen Vergleich hast!'
'Verdammt Mama, Du bist tot! T O T ! Du hast mir gar nichts mehr zu sagen.'
'Du kannst vor Deinen Problemen nicht davonlaufe,'
'Du hast Recht. Aber ich habe keine Probleme. Mein Problem warst Du. Und Du lebst nicht mehr.'
Entschieden drehte sie sich. Wandte den Blick vom Fenster ab. Und suchte nach einem freien Platz.
Der Zug war überfüllt. Jeder Sitzplatz schien besetzt. Ein paar Reisende standen sogar auf dem Gang. Oder nutzten ihren Koffer als Sitzgelegenheit.
Im Zug war es heiß. Die feuchte Luft roch nach Schweiß. Nach Bier und nach billigem Parfum.